Völler öffnet Füllkrug Tür: "Wenn er solche Tore erzielt..."
Rudi Völler hat Stürmer Niclas Füllkrug die Tür für eine Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft geöffnet, sieht den 33-Jährigen aber wohl nicht mehr als dauerhafte Zukunftslösung. "Kopfbälle kann er, das ist schon mal Fakt. Wenn er solche Tore erzielt - ja, warum nicht?", sagte der DFB-Sportdirektor im Sport1-Doppelpass über ein DFB-Comeback des Bremer Angreifers und ergänzte: "Jürgen Klopp wird das verfolgen die nächsten Spiele." Zugleich dürfe man aber "nicht vergessen: Wir reden über die EM in zwei Jahren, da ist er nochmal älter."
Beim Turnier in Großbritannien wäre Füllkrug, der in 24 Länderspielen 14 Tore erzielt hat, schon 35 Jahre alt. "Aber wenn es so weitergeht - er hat ja bewiesen, dass du ihn immer reinschmeißen kannst", sagte Völler. Für Füllkrug gelte wie für alle Kandidaten: "Gute Leistungen in der Bundesliga helfen."
Füllkrug helfe, dass er wieder "unumstritten" sei, analysierte Völler, "deshalb ist er ja zu Werder zurückgegangen". Bei seinem Ex-Klub West Ham wäre "Fülle" in einem Spiel wie am vergangenen Freitag in Dortmund, als er zum 2:2-Endstand einköpfte, wohl "nach einer Stunde ausgewechselt" worden "und gar nicht in so eine Situation" gekommen.
Mit Blick auf die Stürmerfrage in der DFB-Auswahl sagte Völler: "Es ist nicht so einfach zu sagen, wir bilden einen aus." Das werde auch dem neuen Geschäftsführer Per Mertesacker und Nachwuchschef Hannes Wolf nicht über Nacht gelingen. Dennoch sollten die Fans "ein bisschen optimistischer sein", meinte Völler. Die Angreifer, die bei Klopps Einstand als Bundestrainer dabei waren, "haben es gut gemacht. Wir müssen geduldig sein, das ist kein Geheimnis."
Klopp, berichtete Völler, "macht das sehr gut - auch wenn die Ergebnisse nicht perfekt waren. Die Art und Weise, wie er versucht, den jungen Spielern seine Spielidee beizubringen, war schon beeindruckend. Es war nicht alles überragend gut, aber es muss auch nicht alles sofort klappen. Es muss beim Turnier klappen. Dann wird abgerechnet."
M. Oliveira--JDB