"König Harry": Pressestimmen zur Verleihung des Ballon d'Or
Harry Kane hat sein großes Ziel erreicht - nach einer grandiosen Saison wird dem Stürmer von Bayern München in London der Ballon d'Or verliehen. Die internationale Presse würdigt die außergewöhnliche Leistung des englischen Nationalstürmers:
ENGLAND
BBC: "Kane beendet Englands 25-jährige Durststrecke beim Ballon d'Or. Was die individuelle Leistung angeht, war Kane – dessen bisher beste Platzierung beim Ballon d'Or ein zehnter Platz war – in der letzten Saison unübertroffen. Kane hat zwar gerade den Ballon d'Or gewonnen, aber manche fragen sich schon jetzt, ob er gute Chancen hat, ihn nächstes Jahr zu verteidigen."
Daily Mail: "Kane, der Eroberer. Kanes Sieg ist ein Sieg für einen Spieler, der der Inbegriff eines Profis ist, der alles getan hat, um sein Talent voll auszuschöpfen und sich dem Spiel zu widmen, und der nun die Früchte seiner Arbeit erntet."
The Guardian: "Kane ist ein absolut verdienter Gewinner der höchsten Auszeichnung im Fußball. Bei der Wahl der Männer landete er vor seinen Mitfavoriten Lamine Yamal vom FC Barcelona und Kylian Mbappé von Real Madrid – ein Ergebnis, das wohl die altbekannte Bestürzung in den Führungsetagen dieser Vereine auslösen wird, ganz zu schweigen von der riesigen Online-Fangemeinde, die den Superstars in Kanes Gefolge anhängt."
The Telegraph: "Harry Kane gewinnt den Ballon d’Or und beendet Englands 25-jährige Wartezeit."
The Sun: "Harry Kane hat wahrscheinlich von diesem Moment geträumt, seit er zum ersten Mal gegen einen Fußball getreten hat. Der ehemalige Tottenham-Stürmer, der jetzt für Bayern München aufläuft, sorgt auch mit 33 Jahren noch für Furore."
FRANKREICH
L'Équipe: "König Harry! Der Stürmer des FC Bayern München eine herausragende Saison und führte die Three Lions anschließend zum dritten Platz bei der Weltmeisterschaft."
Le Parisien: "Die Krönung eines entschlossenen Torjägers und eines sich wandelnden Spielers. Er wurde lange unterschätzt, auf seine Qualitäten als Torjäger, als reiner Stürmer ohne jeglichen Charme, reduziert. Mit 33 Jahren, nachdem er sich beim FC Bayern München neu erfunden hat, hat er nun den Gipfel des Fußballs erreicht."
Le Monde: "25 Jahre waren vergangen, seit England, die Nation des ersten Ballon d'Or-Gewinners der Geschichte, Stanley Matthews (1956), keinen Preisträger dieser prestigeträchtigen Auszeichnung hervorgebracht hatte. Am Montag beendete Harry Kane diese lange Wartezeit und trat die Nachfolge von Michael Owen an, dessen Name 2001 in die Liste der Gewinner einging."
ITALIEN
Corriere della Sera: "Ein Hoch auf Harry Kane, einen rundum großartigen Stürmer, der in der ungewissesten Wahl aller Zeiten wahrscheinlich auch von dem 'Karriere-Effekt' profitiert hat, der mit seinen 33 Jahren einhergeht."
Gazzetta dello Sport: "Er ist ein großartiger Torjäger, der auch gut im Spielaufbau ist und sich zudem durch seine unprätentiöse Art abseits des Platzes auszeichnet. Weil er es schafft, sich im Vergleich zu anderen nicht aufzufallen, immer normal zu bleiben in einer Welt voller Superstars mit Talent, aber auch enormen Egos. Wenn es einen richtigen Zeitpunkt für Kane gab, den Ballon d'Or zu gewinnen, dann war es dieser."
Tuttosport: "Die Nummer 9 des FC Bayern München sichert sich die 70. Ausgabe des berühmten, von France Football verliehenen Preises – der ausnahmsweise nicht in Paris, sondern auf der Bühne in London zelebriert wurde – und tritt damit die Nachfolge des bisherigen Titelträgers Ousmane Dembélé an."
SPANIEN
AS: "Weder Lamine noch Mbappé - Kane! Einst hieß es, er sei verflucht und würde niemals einen Titel gewinnen. Und doch hat er es geschafft. Er ist nicht länger verflucht."
Marca: "Harry Kane gewinnt den Ballon d’Or mit dem größten Nervenkitzel der Geschichte. Harry Kane. Das ist der Name des Tages und des Jahres."
Mundo Deportivo: "Lamine Yamal fehlten die Tore für den Ballon d'Or. Zwei schlechte Tage für Barca. Und noch schlechtere für Lamine Yamal. Wenn schon die Heimniederlage gegen Real Madrid schmerzhaft war, ist es ein besonders bitterer Schlag, nun auch noch mit ansehen zu müssen, wie der Ballon d'Or an Harry Kane geht. Der Barca-Star ist der Ansicht – und das durchaus zu Recht –, dass er und Kylian Mbappé die beiden besten Fußballer der Welt sind. Doch beide landeten knapp hinter Kane. Tore haben großes Gewicht."
El Pais: "Mit 33 Jahren ist der Ballon-d'Or-Gewinner ein Rätsel. Ein Mann, der so unscheinbar ist, dass er im permanenten Strom der Inhalte des großen Fußball-Showgeschäfts fast Fehl am Platz wirkt und erst auf dem Spielfeld Gestalt und Wirklichkeit annimmt. Kane ist wahrscheinlich die am meisten unterschätzte Persönlichkeit des Weltfußballs im vergangenen Jahrzehnt."
L. Araujo--JDB