Inter gewinnt die Coppa Italia und macht das Double perfekt
Inter Mailand hat die Coppa Italia gewonnen und damit das dritte nationale Double der Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Ausgerechnet im römischen Stadio Olimpico bezwang der Meister um den Deutschen Yann Bisseck Lazio Rom mit 2:0 (2:0). Für Inter war es insgesamt der zehnte Pokalsieg, das geschlagene Team von Trainer Maurizio Sarri verspielte derweil wohl endgültig die Teilnahme am Europacup in der kommenden Saison.
Lazios Abwehrspieler Adam Marusic gab Inter früh durch ein Eigentor (14.) Sicherheit. Star-Stürmer Lautaro Martinez (35) erhöhte für die Mannschaft von Trainer Cristian Chivu (45). Für den rumänischen Trainer wiederholt sich mit Inters 10. Coppa-Triumph die Geschichte: Noch als Spieler unter José Mourinho hatte er 2010 das bisher letzte Double geholt.
Im mit 70.000 Fans ausverkauften Olimpico, wo Lazio seine Heimspiele austrägt, lieferten sich beide Fanlager vor dem Anpfiff ein spektakuläres Fernduell. "Seit 1969 setzen wir unser Leben aufs Spiel", war bei der Choreografie der Inter-Fans zu lesen. Die Lazio-Anhänger formierten in ihrer Kurve gemeinsam einen mächtigen Adler aus dem Vereinswappen. Der italienische Pop-Star Nek sang mit reichlich Pathos die Nationalhymne.
Mit dem deutschen Abwehrspieler Bisseck rechts in der Abwehrkette war dann Inter tonangebend. Nach einer Ecke von Federico Dimarco bugsierte Marusic den Ball unglücklich ins eigene Tor. Der Ex-Gladbacher Marcus Thuram hatte bei der scharfen Hereingabe entscheidend irritiert. Mit knapp 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte ließ Inter auch in der Folge nicht locker. Nach einer Ballstafette brach Schienenspieler Denzel Dumfries über außen durch und behielt den Überblick, Martinez staubte ab.
In der Rangliste der italienischen Vereine mit den meisten Coppa-Titeln schob sich Inter nun an Lazios Stadtrivalen AS Rom (9) auf Rang zwei vorbei. Noch ist Juventus Turin (15) auch im Pokal Rekordchampion. Lazio verpasste den achten Pokalsieg, durch den sich der Tabellenachte der Serie A trotz einer durchwachsenen Saison die Teilnahme an der Europa League gesichert hätte.
C. de Fatima--JDB