Undav entscheidet: VfB holt Big Points gegen Leipzig
Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Bundesliga seine Ambitionen im Kampf um die Champions-League-Plätze unterstrichen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß gewann das direkte Duell gegen RB Leipzig mit 1:0 (0:0) und ließ den Konkurrenten im Rennen um die Königsklasse vorerst hinter sich. Als Tabellen-Vierter hat der VfB acht Spieltage vor Saisonende drei Punkte Vorsprung auf Leipzig.
Deniz Undav (56.) traf in einem temporeichen Spiel mit seinem 16. Saisontor zum Sieg für die Schwaben, die damit auch eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel in der Europa League beim FC Porto am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) feierten. Nach der 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel wollen die Stuttgarter in Portugal noch den ersten Einzug in ein Europapokal-Viertelfinale seit 28 Jahren perfekt machen.
Zunächst aber lag der Fokus auf Leipzig. "Es treffen zwei sehr gute Mannschaften aufeinander", betonte VfB-Trainer Hoeneß bei DAZN: "Wir müssen abliefern." Im Vergleich zur Partie gegen Porto veränderte der 43-Jährige seine Startelf auf lediglich zwei Positionen, Luca Jaquez und Chris Führich begannen anstelle von Jeff Chabot und Nikolas Nartey. Bei Leipzig ersetzte Ezechiel Banzuzi Brajan Gruda.
Das Spiel begann erwartungsgemäß temporeich. Beide Mannschaften suchten immer wieder den direkten Weg in die Offensive, standen gleichzeitig aber defensiv stabil. Der VfB verteidigte die Leipziger Gegenstöße über die schnellen Yan Diomande oder Antonio Nusa sehr aufmerksam, Leipzig brachte auch eine Druckphase der Stuttgarter nicht aus der Ruhe. Große Torchancen ließen so zunächst auf sich warten.
Erst ein Fehler im Stuttgarter Aufbauspiel änderte dies. Nach einem Fehlpass von Ermedin Demirovic setzte David Raum Christoph Baumgartner (33.) ein, der Österreicher zielte frei vor dem VfB-Tor aber zu hoch. Auf der Gegenseite köpfte Demirovic (34.) kurz darauf nur knapp daneben. Die Visiere beider Mannschaften schienen sich nun zunehmend zu öffnen.
Nachdem VfB-Keeper Alexander Nübel gegen Nicolas Seiwald (53.) mit einer Glanzparade und unter Mithilfe des Pfostens noch den Stuttgarter Rückstand verhinderte, patzte sein Gegenüber Marten Vandevoordt folgenschwer. Der Belgier spielte einen Pass genau in den Fuß von Chris Führich, der nur noch Undav bedienen musste. Der VfB verteidigte die Führung in der Folge souverän, Leipzig wurde kaum noch gefährlich - bis Willi Orban in der Nachspielzeit per Kopf den Pfosten traf (90.+2).
M. dos Santos--JDB