Nach Rückkehr nach Venezuela: Machado dankt Trump für Sturz Maduros
Die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat US-Präsident Donald Trump für den US-Militäreinsatz zum Sturz des damaligen Staatschefs Nicolás Maduro gedankt. "Dank Ihrer Weitsicht, Ihres Mutes und Ihres Handelns am 3. Januar ist das Tor zur Freiheit aufgestoßen worden", sagte Machado am Donnerstag auf ihrer ersten Pressekonferenz nach ihrer Rückkehr nach Venezuela vor wenigen Tagen.
Auf Trumps Geheiß hatten US-Soldaten Maduro und dessen Ehefrau Anfang Januar dieses Jahres in Caracas gefangengenommen und sie in die USA gebracht, wo ihnen der Prozess gemacht werden soll. Für die riskante Aktion hatte Machado den US-Präsidenten bereits in der Vergangenheit mehrfach überschwänglich gelobt; aus Dankbarkeit überreichte sie ihm sogar ihre Nobelmedaille. Bei der Pressekonferenz dankte Machado auch US-Außenminister Marco Rubio.
Zu ihrer Rückkehr nach Venezuela sagte die Oppositionspolitikerin, sie wolle "die Gesellschaft mobilisieren". Mit Verweis auf Rubio erklärte sie, dieser habe einen Prozess angekündigt, der zu einer Demokratisierung und einer Präsidentschaftswahl im Jahr 2027 führen solle. "Der Tag der Wahl ist der Tag der Befreiung", fügte sie hinzu.
Bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 hatten die venezolanischen Behörden Machado eine Kandidatur untersagt. Damals wurde der langjährige Staatschef Maduro zum Sieger erklärt, dessen Behörden massiv gegen die Regierungsgegner vorgingen. Machado tauchte daraufhin unter. Zur Verleihung der Nobelmedaille im vergangenen Dezember kam sie nach einer gefahrvollen Flucht aus ihrem Heimatland zu spät. Anschließend ging sie ins Exil.
Trotz Machados offensivem Lob setzt US-Präsident Trump in Venezuela bisher auf Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez. Sie erklärte am Donnerstag, Venezuela werde Wahlen abhalten. Einen Zeitrahmen nannte sich jedoch nicht.
L. Araujo--JDB