Vor Kabinettsklausur: CDU-Arbeitnehmer warnen vor sozialer Schieflage
Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA), Dennis Radtke, hat die Koalition vor der Kabinettsklausur in Schloss Neuhardenberg vor einer Vernachlässigung sozialer Belange gewarnt. "Eines darf nicht passieren: Dass am Ende wieder vor allem diejenigen die Rechnung bekommen, die jeden Morgen aufstehen, arbeiten und Beiträge zahlen", sagte Radtke am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Reformen müssen sein - aber sie müssen fair sein."
Der CDA-Vorsitzende forderte die Koalitionsparteien auf, nun nach Ende der Sommerpause ihr Erscheinungsbild zu verbessern. "Weniger öffentliche Selbstbeschäftigung, weniger tägliche neue Einzelvorschläge - dafür mehr gemeinsamer Kurs": Dies müssten die Ziele sein.
Radtke begrüßte die Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die Themen Wachstum und Beschäftigung in den Mittelpunkt der Kabinettsklausur zu stellen. "Am Ende ist die beste Sozialpolitik immer noch ein sicherer und gut bezahlter Arbeitsplatz", sagte der CDU-Europaabgeordnete. Nun komme es für die Regierung "darauf an, daraus konkrete Politik zu machen".
R. do Carmo--JDB