Zusammenstöße mit der Polizei am Rande von "GenZ"-Protesten in mehreren Städten
Am Rande der bundesweiten Jugendproteste der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden.
In Hamburg wurden die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben am Steintorplatz "mit pyrotechnischen Gegenständen" beworfen. "Zur Unterstützung der Räumung setzen wir unmittelbaren Zwang ein, auch unter Einsatz des Wasserwerfers", erklärte die Polizei der Hansestadt.
Auch in Köln setzte die Polizei Wasserwerfer ein. In Bonn wurde laut Polizei ein Beamter bei einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe leicht verletzt.
In Berlin begann am späten Nachmittag eine weitere Kundgebung, die nicht von der Gruppierung "GenZ regelt" selbst veranstaltet wurde. Dort meldete die Polizei kurz nach offiziellem Beginn "einzelne Eier- und Flaschenwürfe" aus der Menge der mehr als 500 Teilnehmenden. Später sprach die Polizei von "illegalem Abbrennen von Pyrotechnik". Auf dem Weg Richtung Prenzlauer Berg wuchs die Versammlung laut Polizei auf rund 3000 Menschen an.
An den Protesten von "GenZ regelt" hatten bundesweit zehntausende Menschen teilgenommen. Die Initiative selbst sprach von 120.000 Teilnehmern in ganz Deutschland.
"GenZ" bezeichnet in etwa die Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis Ende 20. Die Initiatoren fordern von der Politik ein stärkeres Eintreten für die Belange junger Menschen. Im Vorfeld hatten die deutschen Sicherheitsbehörden vor einer möglichen Unterwanderung etwa durch linksextreme Kräfte gewarnt.
R. Borges--JDB