Letzte Nachrichten
Politik
Klingbeil will bis 2027 kleine und mittlere Einkommen bei Steuer entlasten
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bereitet steuerliche Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen vor. Die Entlastung solle "zur Mitte der Legislaturperiode" greifen, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Konkrete Pläne seien in Arbeit: "Das Bundesfinanzministerium arbeitet an einer Reform der Einkommensteuer, die dieses Jahr vorgelegt werden soll", sagte der Sprecher. "Die Ausgestaltung bleibt den weiteren Beratungen vorbehalten."
Politik
Mutter von Nawalny fordert "Gerechtigkeit" für ihren "ermordeten" Sohn
Die Mutter des verstorbenen russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny hat "Gerechtigkeit" für ihren Sohn gefordert, nachdem eine Analyse mehrerer europäischer Länder ergeben hat, dass Nawalny vergiftet wurde. "Das bestätigt, was wir von Anfang an wussten. Wir wussten, dass unser Sohn nicht einfach im Gefängnis gestorben ist, er wurde ermordet", sagte sie am Montag, dem zweiten Jahrestag von Nawalnys Tod, in der Nähe seines Grabes in Moskau.
Politik
Wadephul: Frankreichs Anstrengungen bei Verteidigungsausgaben "unzureichend"
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat von den europäischen Nato-Partnern stärkere Anstrengungen bei den Verteidigungsausgaben gefordert und insbesondere die französischen Ausgaben als "unzureichend" kritisiert. "Wir müssen die fünf Prozent auch umsetzen", sagte Wadephul am Montag im Deutschlandfunk mit Verweis auf die Verpflichtung der Nato-Mitgliedstaaten, fünf Prozent ihres jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben.
Politik
Mangel an Freiwilligen bei Litauen-Brigade: Ausschusschef erwägt Pflichtlösung
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag will Bundeswehr-Soldaten notfalls zu einem Einsatz in Litauen verpflichten, wenn sich wie bisher auch weiterhin nicht genügend Freiwillige melden. "Die Bundeswehr baut auf Freiwilligkeit, und das bleibt der richtige Grundsatz", sagte der CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND; Montagsausgaben). Er fügte aber hinzu: "Wenn dieser für einen sicherheitspolitisch unverzichtbaren Auftrag wie die Brigade in Litauen nicht ausreicht, muss der Dienst auch verbindlich angeordnet werden."
Wirtschaft
Japans Wirtschaft stagniert im vierten Quartal - Druck auf Regierung wächst
Japans Wirtschaft ist zum Jahresende 2025 nahezu nicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit viertgrößten Volkswirtschaft legte im vierten Quartal um lediglich 0,1 Prozent zu, wie am Montag veröffentlichte offizielle Zahlen zeigen. Damit blieb das Wachstum auch hinter den Markterwartungen zurück, Beobachter waren von 0,4 Prozent ausgegangen.
Politik
Iranischer Außenminister zu neuen Atomgesprächen mit den USA in Genf eingetroffen
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist nach Angaben iranischer Staatsmedien zu einer zweiten Runde von Atomgesprächen mit den USA in Genf eingetroffen. Araghtschi führe eine Delegation aus Diplomaten und Experten an, berichtete das iranische Staatsfernsehen Irib am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Gespräche werden Teheran zufolge "indirekt" geführt werden, wie bereits in der vorherigen Runde im Oman. Sie sollen iranischen Angaben zufolge am Dienstag stattfinden.
Wirtschaft
Unions-Arbeitnehmer fordern zentrales Gremium für Sozialpolitik
Vor dem CDU-Bundesparteitag wird im Arbeitnehmerflügel der Partei der Unmut über den Kurs in der Sozialpolitik lauter. Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion, Stefan Nacke (CDU) fordert eine zentrale Steuerung der Sozialpolitik im Bundeskanzleramt. "So wie die wehrhafte Demokratie einen Nationalen Sicherheitsrat braucht, braucht auch ein stabiler Sozialstaat eine zentrale strategische Führung", sagte er dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe) in Berlin. Er plädiere daher für einen "Nationalen Rat für Soziale Sicherheit".
Politik
Dobrindt verlängert Grenzkontrollen um weitere sechs Monate
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat eine Verlängerung der vorübergehenden Binnengrenzkontrollen über den 15. März 2026 hinaus um ein weiteres halbes Jahr bekanntgegeben. "Wir verlängern die Grenzkontrollen an den Grenzen zu unseren Nachbarländern", sagte Dobrindt der "Bild" (Montagsausgabe). "Die Grenzkontrollen sind ein Element unserer Neuordnung der Migrationspolitik in Deutschland", fügte der Bundesinnenminister hinzu.
Sport
Dank MVP Edwards: "USA Stars" gewinnen All-Star-Game
Anthony Edwards hat das Team der "USA Stars" zum Sieg beim reformierten All-Star-Game der Basketball-Profiliga NBA geführt. Die aus jungen us-amerikanischen Spielern zusammengesetzte Mannschaft setzte sich im Finale des Mini-Turniers deutlich mit 47:21 gegen das aus arrivierten Profis bestehende Team "USA Stripes" um den nun 22-maligen All-Star LeBron James durch. Edwards kam in drei zwölfminütigen Partien auf insgesamt 32 Punkte und wurde zum MVP gewählt.
Politik
Nordkorea: Kim enthüllt Wohnungen für Familien von in Ukraine getöteten Soldaten
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Wohnungen für die Familien von in Russlands Krieg gegen die Ukraine getöteten nordkoreanischen Soldaten enthüllt. Mit dem Bau bezwecke Pjöngjang, dass "seine vortrefflichen Söhne, die das Heiligste verteidigt haben, indem sie ihr Wertvollstes opferten, für immer weiterleben", sagte Kim in einer Rede, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Montag berichtete.
Wirtschaft
Hubig verteidigt SPD-Pläne für Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren
Die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat das von ihr mitunterzeichnete SPD-Positionspapier für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren gegen Kritik verteidigt. Es müsste anerkannt werden, dass die Nutzung von Onlinediensten "Kindern und Jugendlichen schaden kann und es darum klarer rechtlicher Leitplanken bedarf", sagte Hubig der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Wir wollen kein pauschales Totalverbot, sondern eine altersgestufte, differenzierte Regelung, die Teilhabe ermöglicht und zugleich entwicklungsbedingte Schutzbedürfnisse berücksichtigt."
Politik
Weißes Haus: Witkoff und Kushner führen US-Delegation bei Atomgesprächen an
Bei den für die kommenden Tage geplanten Atomgesprächen zwischen dem Iran und den USA in Genf wird die US-Delegation nach Angaben des Weißen Hauses von den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner angeführt werden. Das bestätigte ein US-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag (Ortszeit). Für den Iran wird Außenminister Abbas Araghtschi in die Schweiz reisen, wie sein Ministerium bekanntgab.
Wirtschaft
Finanzminister der Eurogruppe treffen sich - Gespräche im E6-Format geplant
Die Finanzminister der Eurogruppe kommen am Montag in Brüssel zusammen, um über die Wirtschaftspolitik der Eurozone in diesem Jahr zu beraten. Weiteres Thema dürfte der digitale Euro sein, den die EU gerne noch in diesem Jahr auf den Weg bringen würde. Für Deutschland nimmt Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) teil.
Politik
Rubio macht bei Europa-Reise Station bei Trump-Freund Orban
US-Außenminister Marco Rubio führt auf seiner Europa-Reise am Montag in Budapest Gespräche mit Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban, der im Gegensatz zu vielen anderen Europäern als Unterstützer von US-Präsident Donald Trump gilt. Bei dem Treffen solle es darum gehen, "unsere gemeinsamen bilateralen und regionalen Interessen zu stärken, einschließlich unseres Engagements für Friedensprozesse zur Lösung globaler Konflikte", hatte das US-Außenministerium bei der Ankündigung der Reise erklärt. Außerdem solle die Energieversorgung eine große Rolle spielen.
Politik
Bundespräsident Steinmeier reist in den Libanon
Zum Auftakt seines Libanon-Besuchs trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag in Beirut mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zusammen. Nach einem Empfang mit militärischen Ehren und einer gemeinsamen Unterredung ist für den Mittag eine Pressebegegnung in der libanesischen Hauptstadt geplant. Am Nachmittag will sich Steinmeier mit Parlamentspräsident Nabih Berri treffen und anschließend mit Ministerpräsident Nawaf Salam treffen.
Kultur
Karneval erreicht mit Rosenmontagszügen Höhepunkt
Mit den traditionellen Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval in den rheinischen Karnevalshochburgen am Montag seinen Höhepunkt. In Köln, Düsseldorf und Mainz werden wieder Hunderttausende durch die Innenstädte ziehen. Der größte Umzug findet üblicherweise in Köln statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto: "ALAAF - Mer dun et för Kölle". Etwa 12.000 Zugteilnehmer ziehen dann dreieinhalb Stunden lang durch die Domstadt.
Wirtschaft
Japan: Wirtschaftswachstum bleibt hinter Erwartungen zurück
Das Wirtschaftswachstum Japans ist im letzten Quartal des Jahres 2025 hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit viertgrößten Volkswirtschaft stieg im vierten Quartal lediglich um 0,1 Prozent und verfehlte damit die erwarteten 0,4 Prozent, wie am Montag veröffentlichte offizielle Zahlen zeigten. Im Kalenderjahr 2025 wuchs Japans Wirtschaft demnach um 1,1 Prozent, nachdem sie 2024 um 0,2 Prozent geschrumpft war.
Gesundheit
Frauengesundheit: Gesellschaft für Innere Medizin fordert mehr Grundlagenforschung
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat den Druck auf die Bundesregierung zur Förderung der Frauengesundheit erhöht. "Bei der geschlechtssensiblen Ausrichtung der Medizin stehen wir in der Forschung in vielen Bereichen noch am Anfang", sagte die Präsidentin der DGIM, Dagmar Führer-Sakel, der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Dies gilt insbesondere für hormonelle und molekulare Grundlagen, hier bewegen wir uns gewissermaßen noch im Mittelalter."
Politik
Berichte über Anti-Regierungs-Sprechchöre in Teheran
Nach Großkundgebungen der iranischen Exil-Opposition in mehreren Städten weltweit sind in Teheran Sprechchöre gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei und für den 1979 gestürzten Schah zu hören gewesen. Menschen in dem Viertel Ekbatan im Osten der iranischen Hauptstadt skandierten am Sonntag "Tod Chamenei", "Tod der Islamischen Republik" und "Lang lebe der Schah" von ihren Balkonen, wie der Nutzer Schahrak Ekbatan, der die Gegend beobachtet, in Onlinediensten berichtete.
Politik
Salma Hayek will mit Film "falsches" Bild von Mexiko korrigieren
Die Hollywood-Schauspielerin Salma Hayek produziert einen Film, der das ihrer Ansicht nach falsche Bild Mexikos korrigieren soll. "Dieses Projekt ist äußerst wichtig in einer Zeit, in der wir moralisch angegriffen werden und unser Image auf völlig falsche Weise vermittelt wird", sagte die Mexikanerin am Sonntag bei einer Veranstaltung zur Unterstützung der heimischen Filmindustrie, an der auch Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum teilnahm.
Sport
DEB-Auswahl kassiert deutliche Pleite gegen die USA
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im Offensivwirbel der USA ihre Grenzen aufgezeigt bekommen und den direkten Einzug ins Olympia-Viertelfinale klar verpasst. Beim 1:5 (0:1, 0:2, 1:2) gegen den Mitfavoriten kamen Kapitän Leon Draisaitl und seine Mitspieler kaum zu eigenen Chancen, stemmten sich aber immerhin tapfer und diszipliniert gegen eine noch höhere Niederlage.
Sport
Eiskunstlauf: Hase/Volodin glänzen im Kurzprogramm
Minerva-Fabienne Hase pustete tief durch und warf ein paar Handküsse, auch Nikita Volodin winkte erleichtert ins Publikum. Nach einem herausragenden Kurzprogramm greifen die besten deutschen Paarläufer bei den Olympischen Winterspielen in Mailand nach der Goldmedaille. Das Duo zeigte am Sonntagabend eine Weltklasse-Leistung und liegt vor der Kür am Montag (ab 20.00 Uhr/ARD und Eurosport) mit einigem Vorsprung auf dem ersten Platz.
Sport
Skeleton: Grotheer beendet seine Karriere
Skeleton-Pilot Christopher Grotheer hat gleich nach seinem letzten Rennen bei den Winterspielen das Ende seiner höchst erfolgreichen Karriere verkündet. Der Olympiasieger von 2022 gewann auch im Cortina Sliding Centre noch einmal Medaillen auf der größten Bühne, holte jeweils Bronze im Einzel und im Mixed-Team. "Für mich war es das letzte Rennen. Es ist immer noch hart, das zu sagen, aber das war mein Karriereende", sagte Grotheer in der ARD.
Boulevard
Bahn-Sicherheit: Ministerpräsident Schweitzer fordert Deutschlandticket mit Foto
In der Debatte um bessere Sicherheitsmaßnahmen infolge des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ein bundeseinheitliches Deutschlandticket mit Foto gefordert. "Wir haben ganz viele Deutschlandtickets, die unterschiedlich aussehen", sagte Schweitzer am Sonntag im "Bericht aus Berlin" der ARD. Oft müssten Zugbegleiter deshalb nach einem Ausweis der Reisenden fragen, wodurch es zu "eskalierenden Momenten" komme. Ein einheitliches Deutschlandticket mit Foto könne diese Problematik lösen.
Boulevard
Gewaltsamer Tod eines Rechtsextremen in Lyon schürt Befürchtungen vor Racheakten
Der gewaltsame Tod eines jungen Rechtsextremen in der französischen Stadt Lyon hat Befürchtungen vor möglichen Racheakten geschürt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron rief am Samstag zu "Ruhe, Zurückhaltung und Respekt" auf. In Frankreich könne "keine Ideologie jemals rechtfertigen, dass man tötet", schrieb der Präsident im Kurzbotschaftendienst X. Justizminister Gerald Darmanin beschuldigte am Sonntag die "extreme Linke", für die Tat verantwortlich zu sein.
Sport
Windpech: Bittere Pleite für deutsche Skispringerinnen
Die deutschen Skispringerinnen haben auch bei der Olympia-Premiere des Wettkampfs von der Großschanze eine Medaille verpasst und fahren damit erstmals ohne Edelmetall von Winterspielen nach Hause. In Predazzo kam Agnes Reisch als beste DSV-Athletin beim zweiten Einzel-Gold der Norwegerin Anna Odine Ström in einem stark vom Rückenwind beeinflussten Wettbewerb auf Rang zehn.
Sport
HBL: Magdeburg kassiert in Kiel erste Saisonpleite
Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist Geschichte: Spitzenreiter SC Magdeburg hat am 21. Spieltag der Handball-Bundesliga seine erste Niederlage kassiert. Im Topspiel bei Pokalsieger THW Kiel verlor der Champions-League-Sieger 29:31 (12:10). Für das Team von Bennet Wiegert war es die erste Saisonpleite nach einer bisher makellosen Bilanz in der Liga und den Pokalwettbewerben. Meister Füchse Berlin profitiert von diesem Patzer.
"Unfassbar": Silber und Bronze für deutsche Skeleton-Teams
Nächstes Medaillenfest im Eiskanal: Die deutschen Skeletonis haben den historischen ersten Olympiasieg im Mixed-Team knapp verpasst, mit Silber und Bronze aber das nächste Edelmetall gewonnen. Axel Jungk und Susanne Kreher rasten bei der olympischen Premiere des Wettbewerbs auf Rang zwei und mussten sich dabei nur den Briten Matt Weston, auch Olympiasieger im Einzel, und Tabitha Stoecker geschlagen geben. Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer sicherten sich zudem Bronze, nur eine Hundertstelsekunde trennte die beiden deutschen Duos.
Sport
Skeleton: Silber und Bronze für deutsche Teams
Nächstes Medaillenfest im Eiskanal: Die deutschen Skeletonis haben den historischen ersten Olympiasieg im Mixed-Team knapp verpasst, mit Silber und Bronze aber das nächste Edelmetall gewonnen. Axel Jungk und Susanne Kreher rasten bei der olympischen Premiere des Wettbewerbs auf Rang zwei und mussten sich dabei nur den Briten Matt Weston und Tabitha Stoecker geschlagen geben. Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer sicherten sich zudem Bronze, nur eine Hundertstelsekunde trennte die beiden deutschen Duos.
Politik
Ungarns Oppositionsführer Magyar prangert Korruption von Orbans Regierung an
Ungarns Oppositionsführer Peter Magyar hat angesichts der im April anstehenden Parlamentswahl versprochen, die Korruption im Land zu bekämpfen, die Wirtschaft anzukurbeln und sich für eine Stärkung der bürgerlichen Freiheiten einzusetzen. "Es ist an der Zeit, Korruption bei ihrem Namen zu nennen: Diebstahl", sagte Magyar am Sonntag vor hunderten Anhängern in Budapest. Bei der Wahlkampfveranstaltung in der ungarischen Hauptstadt beschuldigte er die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban, Milliarden Euro veruntreut zu haben und zivile Freiheiten zu beschneiden.
Automobil
S-Klasse 2026: Ganze 50 % neu
Die Mercedes‑S‑Klasse ist seit Jahrzehnten die Referenz unter den Luxuslimousinen. Die aktuelle Generation der Baureihe W223 kam 2020 auf den Markt. Fünf Jahre später haben die Ingenieur*innen aus Stuttgart eine Modellpflege präsentiert, die mehr ist als ein Facelift: Über die Hälfte der rund 2 700 Komponenten wurde neu entwickelt oder überarbeitet. Daimler‑Chef Ola Källenius bezeichnet die Neuauflage daher als „größte Überarbeitung innerhalb einer S‑Klasse‑Generation“. Die S‑Klasse 2026 soll an der Spitze des Segments bleiben und gleichzeitig den Weg in die digitale Zukunft weisen.Dezent aber deutlich: Exterieur mit Licht-SignetAuf den ersten Blick bleibt die Silhouette der Limousine vertraut. Doch Mercedes hat zahlreiche Details geschärft. Der Kühlergrill wächst um rund 20 Prozent, trägt eine illuminiert umrahmte Sternsignatur und wird wieder von einem dreidimensionalen Mercedes‑Stern auf der Motorhaube gekrönt. Wahlweise leuchtet auch das Emblem selbst. Neu gestaltete LED‑Scheinwerfer zeichnen dreizackige Sternen‑Motive; ihre Digital‑Light‑Technik nutzt Mikro‑LEDs und steuert den Lichtkegel per Computer. Laut Hersteller verbessert dies das Lichtfeld um 40 Prozent und ermöglicht „Ultra‑Range“‑Fernlicht bis zu 600 Metern. Die Rückleuchten übernehmen das Sternmotiv und werden von einer schlanken Chromspange verbunden. Ein optionales Projektionsmodul in den Einstiegsleisten wirft das Markenlogo auf den Boden.Die überarbeiteten Stoßfänger integrieren größere, geschlossen geformte Lufteinlässe. Neben neuen 19‑ und 20‑Zoll‑Rädern bietet Mercedes optionale Hochdruck‑Gussscheiben im Kreuzspeichen‑Design. Auch die Palette an Karosseriefarben wächst: Das Manufaktur‑Programm ermöglicht mehr als 150 Lackierungen sowie über 400 Interieur‑Kombinationen. Damit will Mercedes die Individualisierung weiter in den Fokus rücken.Ein „Superscreen“ für Fahrer und PassagiereIm Cockpit verabschiedet sich Mercedes vom bisher senkrecht eingebetteten 12,8‑Zoll‑Display. Stattdessen erstreckt sich eine hochglänzende Glasfläche über die gesamte Breite. Hinter ihr sitzen ein 14,4‑Zoll‑Touchscreen, ein 12,3‑Zoll‑Fahrerdisplay und ein ebenso großer Bildschirm für den Beifahrer. Diese Einheit nennt sich „Superscreen“ und wird von Ambientebeleuchtung eingefasst. Die Klimadüsen wandern in eine durchgehende Zierleiste, die Bedienung erfolgt digital, lässt aber physische Schnellwahltasten auf dem Lenkrad bestehen. Gorden Wagener, Chefdesigner von Mercedes, betont, dass große Bildschirme für Filme oder Kartenmaterial unverzichtbar seien; analoge Elemente wie Dreh‑ und Wippschalter blieben aber wichtig, um die Nutzung intuitiv zu halten.Die neue S‑Klasse führt als erstes Modell die hauseigene Softwareplattform MB.OS ein. Sie vernetzt 27 Sensoren, steuert Fahrwerk, Klima, Antrieb und Fahrerassistenzsysteme und bildet die Basis für das Infotainmentsystem MBUX. Eine leistungsfähige Wasser‑kühlte Computerplattform ermöglicht umfangreiche Over‑the‑air‑Updates. Der Sprachassistent „Hey Mercedes“ nutzt künstliche Intelligenz: Er kombiniert ChatGPT, Google Gemini und Microsoft Bing und soll natürlichere Dialoge erlauben. Hinter den Vordersitzen sitzen zwei 13,1‑Zoll‑Displays mit integrierten Kameras; kleine, abnehmbare Tablets ersetzen das bisherige 7‑Zoll‑Bedienteil. Erstmals verfügt die S‑Klasse über beheizbare Front‑Sicherheitsgurte, digitale Luftdüsen mit Memory‑Funktion und ab Werk einen 5G‑Hotspot.Komfortzone Fond: Chauffeurs‑Limousine bleibt der MaßstabDer Fond ist traditionell das Herzstück der S‑Klasse. Die Lehnen lassen sich weiterhin bis zu 43,5 Grad elektrisch verstellen, die Sitze verfügen über Heizung, Belüftung und Massageprogramme. Die 2026er Modellpflege ergänzt die komfortablen Nacken‑ und Schulterkissen um beheizte Gurte. Für Entertainment sorgen die neuen abnehmbaren Steuergeräte und native Apps wie Disney+ oder YouTube. Die Klimatisierung arbeitet mit gereinigter Luft und Duft‑Modulen; optional stehen zwei Burmester‑Soundanlagen zur Wahl.Fahrwerk und Assistenz: Cloud‑basiertes Airmatic, MB.Drive und Robotaxi‑PläneMercedes überarbeitet das Airmatic‑Fahrwerk, das nun „cloud‑basierte“ Dämpferregelung nutzt. Sensoren erfassen Schlaglöcher und Bodenwellen, speichern deren GPS‑Position und teilen sie mit anderen Fahrzeugen; das System kann so Unregelmäßigkeiten vorausschauend ausgleichen. Optional kombiniert Mercedes die Airmatic mit E‑Active Body Control, das Wank‑, Nick‑ und Hubbewegungen aktiv ausgleicht und die Karosserie bei drohendem Seitenaufprall anhebt. Die Fahrdynamik wird über den Fahrmodus‑Schalter anpassbar.Die Fahrerassistenzsysteme firmieren unter dem Namen MB.Drive. Eine vernetzte Sensorik und neue Computerarchitektur sollen automatisiertes Fahren auf Level 2 Plus ermöglichen. Der Spurwechsel‑Assistent arbeitet jetzt bei Geschwindigkeiten bis 130 km/h und erkennt Parkplätze erstmals auch diagonal. Auf abgesperrten Parkplätzen kann das Fahrzeug künftig autonom ein‑ und ausparken. Mercedes hat zudem Level‑4‑fähige Testfahrzeuge entwickelt, die in Abu Dhabi als Robotaxi dienen sollen; Privatfahrzeuge verzichten jedoch auf die Dach‑LiDAR‑Box und werden nur mit Kameras in den Kotflügeln ausgeliefert.Motoren: V8‑Comeback, Euro‑7‑Konformität und Plug‑In‑ReichweiteDie überarbeitete S‑Klasse behält konventionelle Verbrennungsmotoren, alle erfüllt die Euro‑7‑Norm. Herzstück ist der neue 4,0‑Liter‑V8 „M177 Evo“ mit flacher Kurbelwelle. Er leistet 530 PS (393 kW) und 750 Nm, ein 48‑Volt‑Mildhybridsystem bringt zusätzliche 23 PS und ermöglicht laut Hersteller eine Beschleunigung von 0 auf 96 km/h in 3,9 Sekunden. Der Motor stammt von AMG und basiert auf dem Aggregat des AMG GT Black Series. Die V6‑Benziner der Varianten S450 und S500 bekommen optimierte Ein- und Auslasskanäle sowie einen neuen Nockenwellenversteller; sie leisten 442 PS und 600 Nm. Der 3,0‑Liter‑Diesel („OM656“) erhält einen elektrisch beheizten Katalysator.Als Plug‑in‑Hybrid kombiniert die S‑Klasse einen Sechszylinder‑Benziner mit einem Elektromotor zu 576 PS und 749 Nm und erreicht eine rein elektrische Reichweite von bis zu 100 Kilometern. Alle Antriebe verfügen über Allradantrieb (4Matic) und adaptieren die 9‑Gang‑Automatik.Die V12 bleibt exklusiv der Maybach‑Variante vorbehalten; Källenius betonte, dass Mercedes trotz der Elektromobilitätsstrategie Verbrennungsmotoren – insbesondere den V8 – weiterhin anbietet. Die EQS bleibt vorerst im Angebot, wird jedoch in der nächsten Generation mit der S‑Klasse zu einer Modelllinie zusammengeführt.
Politik
Ghana fordert UN-Anerkennung des Sklavenhandels als "schwerstes Verbrechen"
Ghanas Präsident John Dramani Mahama will eine Resolution bei den Vereinten Nationen einbringen, um den Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" einzustufen. Die Welt müsse endlich anerkennen, dass es in der Geschichte "keine schwerwiegendere Ungerechtigkeit gegen die Menschheit gegeben hat als den transatlantischen Sklavenhandel", erklärte Mahama am Sonntag zum Abschluss eines Gipfeltreffens der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba.