ESA bringt Satelliten zur Erforschung von Klima und Extremwetter ins All
Die Europäische Weltraumagentur ESA hat zwei Satelliten zur Erforschung von Extremwetterereignissen im Zusammenhang mit dem Klimawandel erfolgreich ins All gebracht. Eine europäische Vega-C-Rakete startete mit den Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-3C und Flex am Montagabend um 22.21 Uhr Ortszeit (Dienstag, 02.21 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Knapp zwei Stunden später erreichten sie ihre Umlaufbahn.
Der Flex-Satellit der ESA soll Daten zur Auswirkung von Hitzewellen auf Pflanzen liefern. Er misst die sogenannte Fluoreszenz, also das Rotlicht, das Pflanzen bei der Photosynthese ausstrahlen. Auf diese Weise soll der Zusammenhang zwischen "Pflanzen-Stress und Fluoreszenz" untersucht und quantifiziert werden, wie der Leiter des Flex-Programms, Thierry Huiban, im April angekündigt hatte.
Sentinel-3C, ein Satellit des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, sammelt Daten zu Ökosystemen im Meer wie Temperaturen, die Höhe von Wellen und Meeresströumungen.
Derartige Raummissionen seien eine "wesentliche" Unterstützung bei dem "Klimawandel, den wir erleben", erklärte die Leiterin der ESA-Erdbeobachtungsprogramme, Simonetta Cheli, in Kourou.
Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent. Dieses Jahr litten weite Teile des Kontinents wiederholt unter heftigten Hitzewellen und Temperaturrekorden.
A. Ribeiro--JDB