Umweltorganisation T&E: Aufbau von Ladesäulen in Europa geht voran
Der Aufbau von Ladesäulen an europäischen Autobahnen geht nach Einschätzung der Umweltorganisation T&E (Transport & Environment) schnell voran. Westeuropa sei bereits gut abgedeckt, während verbleibende Lücken in Spanien und Osteuropa rasch geschlossen werden könnten, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Übersicht der Organisation. Die EU ist demnach auf Kurs, ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen.
Dazu gehört seit dem vergangenen Jahr, dass auf den wichtigsten Autobahnen mindestens alle 60 Kilometer eine Ladesäule steht. Ab dem kommenden Jahr gibt es auch Ziele für weitere Straßen. Deutschland hat seine Ziele für das kommende Jahr T&E zufolge bereits erreicht und die für 2030 geforderte Abdeckung bereits zu 87 Prozent abgeschlossen. Frankreich kommt auf ähnliche Zahlen.
Die größten Lücken verbleiben in Spanien und in großen osteuropäischen Staaten wie Polen und Rumänien. Polen habe die Abdeckung an seinen wichtigsten Autobahnen in weniger als zwei Jahren aber bereits verdreifacht, heißt es in der Übersicht weiter. Dort gebe es zudem viele Ladesäulen, die wegen der Lage bestehender Rastplätze und Tankstellen knapp mehr als 60 Kilometer auseinander lägen.
"Die Ausbauziele für die Ladeinfrastruktur greifen wie vorgesehen und haben ein enormes Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge ermöglicht", erklärte der Autoexperte bei T&E, Lucien Mathieu. Bei der Bedienung und der Preistransparenz an den Ladesäulen gebe es aber noch Nachholbedarf. Nur dann würden Elektroautos auch für Menschen attraktiver, "die in Mehrfamilienhäusern leben und auf öffentliche Ladestationen angewiesen sind".
P.F. da Conceiçao--JDB