Zweite Ländertarifrunde in Potsdam fortgesetzt - Vorstellungen weit auseinander
Die zweite Tarifrunde für die angestellten Beschäftigten der Bundesländer außer Hessen ist am Freitag in Potsdam am zweiten Verhandlungstag fortgesetzt worden. Die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Beamtenbund fordern für die nicht verbeamteten Beschäftigten sieben Prozent, mindestens jedoch monatlich 300 Euro mehr Geld. Der Arbeitgeberverhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), kündigte zum Auftakt der Gespräche an, zunächst kein Arbeitgeberangebot vorzulegen.
Gewerkschaftsvertreter stellten eine massive Ausweitung der Warnstreiks bis zur dritten und vorerst letzten vereinbarten Tarifrunde vom 11. bis zum 13. Februar in Aussicht, sollte ein Arbeitgeberangebot ausbleiben. Verhandelt wird für 925.000 nicht verbeamtete Länderbeschäftigte außer Hessen. Auf 1,3 Millionen Länderbeamte und knapp eine Million Pensionäre wird das Tarifergebnis von den Landesparlamenten in der Regel übertragen. Hessen ist nicht Mitglied der TdL und verhandelt ab dem 27. Februar in Wiesbaden separat mit im Kern gleichen Forderungen.
D. Barbosa--JDB