60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt
Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.
Ein 60 Jahre alter Mann ist am Samstagabend in Berlin-Schöneberg bei einem mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff verletzt worden. Nach Angaben der Polizei erlitt er eine Platzwunde und Blutergüsse im Gesicht. Außerdem wurden seine Brille und sein Mantel beschädigt.
Der Mann saß auf einer Parkbank, als ihn ein Unbekannter ansprach. Im Verlauf des Gesprächs fragte der Angreifer den 60-Jährigen den bisherigen Ermittlungen zufolge, ob er Jude sei.
Nachdem der Mann die Frage bejaht hatte, entwickelte sich ein Streit. Der Unbekannte soll antisemitische Äußerungen gemacht und anschließend körperliche Gewalt angewendet haben.
Nach Darstellung der Polizei schlug der Angreifer dem 60-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer stürzte zu Boden. Der Täter soll danach weiter auf den Mann eingeschlagen haben.
Ein Zeuge alarmierte die Polizei. Erst daraufhin ließ der Angreifer von dem Verletzten ab und entfernte sich. Angaben zu seiner Identität lagen zunächst nicht vor.
Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts übernahm die Ermittlungen. Geprüft wird der Verdacht einer gefährlichen Körperverletzung mit antisemitischem Hintergrund.
L. Dias--JDB